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Wildblumen und Stauden

Korsische Nieswurz

Helleborus argutifolius

Abbildung 1 Helleborus argutifolius, die korsische Nieswurz

Eine Nieswurzart, die sich in meinem Garten sehr wohlfühlt und von Jahr zu Jahr langsam ausbreitet, ist die korsische Nieswurz, Helleborus argutifolius (Abbildung 1). Sie blüht erst ab März, dann bis in den Mai hinein (Abbildung 4). Sie ist in sehr kalten Wintern beleidigt, verträgt längeren Frost bei etwa -10°C nicht und zeigt danach braune Blätter. Als ganz schlecht hat sich erwiesen, wenn ich sie im Winter stütze. Sie will sich bei Frost hinlegen dürfen (Abbildung 2). Das erlaube ich ihr jetzt. Daher überleben die Stöcke den Winter jetzt immer gut, was wichtig für die Blüten ist.

Abbildung 2 Bei Frost will sich die korsische Nieswurz hinlegen.

Im Gegensatz zu Helleborus niger blüht diese Art an langen, beblätterten, dicken Stielen, die im Sommer davor wachsen. Nach der Blüte schneide ich die unansehlichen alten Triebe ab. Es treiben im Sommer dicke neue Triebe mit den typischen stacheligen Blättern aus der Erde.

Die Blüten finde ich schön, sie sind grün und haben eine exquisite Form (Abbildung 3). Sie sind bei Hummeln sehr beliebt.

Abbildung 3 Blüte mit Hummelbesuch

Doch sie haben einen Nachteil: Sie stinken nach Knoblauch, und das ziemlich intensiv. Ich muss mich gar nicht zu den Blüten hinunterbeugen, um den Geruch wahrzunehmen. Knoblauch ist einer der Gerüche, die ich neben den angenehmen Düften vieler Blüten in meinem Garten willkommen heiße, daher darf sie bleiben.

Fotos der korsischen Nieswurz