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Gute Luise

Abbildung 1 Gute Luise im September
Abbildung 2 Gute Luise im April

Die Birnensorte Gute Luise (Abbildung 1 und 2) hat sich in meinem Garten nur sehr langsam eingewöhnt. Birnen scheinen überhaupt einige Schwierigkeiten mit Boden und Klima hier zu haben. Der Baum ist nicht starkwüchsig, das wusste ich, ich habe ja eine Quitte als Veredelungsunterlage gewählt. Aber diese Unterlage dürfte mit dem eher steinigen, nicht sehr fruchtbaren und recht trockenen Boden Probleme beim Eingewöhnen gehabt haben. Im ersten Jahrzehnt war der Baum recht spärlich mit seinem Wuchs, noch spärlicher mit seinen Früchten. Die Blätter litten stark an Birnengitterrost, Wacholder in den Nachbargärten ermöglichen die Verbreitung dieses Pilzes. Aber in den letzten Jahren ist das Bäumchen erstaunlich gereift. Möglicherweise hat auch mitgeholfen, dass ich Ende des Winters jetzt immer mit Hornspänen dünge. Die Blätter sind nicht mehr so stark befallen und die Triebe länger. Es gibt mehrere Kübel sehr feine Birnen jedes Jahr. Ich ernte sie noch grün (Abbildung 3), wenn die ersten Birnen abfallen und die Kerne sich braun verfärben.

Abbildung 3 Ernte der Birne Gute Luise

Sie reifen innerhalb einer oder zwei Wochen gut nach (Abbildung 4). Die Früchte werden weniger stark von Apfelwickler befallen als die Äpfel, manchmal ist allerdings schon ein Bewohner drinnen. Unangenehm beim Essen und Verarbeiten sind die Steinzellen, die manchmal feste harte Einschlüsse im weichen Birnenfruchtfleisch bilden.

Abbildung 4 reife Gute Luise Birnen, saftig und süß

Wenn ich sie am Baum ausreifen lasse, teile ich die Birnen mit Wespen, Rosenkäfern und Hornissen (Abbildung 5).

Abbildung 5 Rosenkäfer an Birne

Seit etwa drei Jahren ist die Ernte so gut, dass ich trotz Verarbeitung zu Birnenkompott, Birnenkuchen mit Walnusskruste oder gedecktem Birnenkuchen einiges an Birnen an meine Familie, Freundinnen und Nachbarinnen verschenke, so dies gewünscht ist.