
Es ist jedes Jahr Ende Februar ein Fest, wenn die Krokusse aus dem Boden drängen und dann bis Ende März Flecken bunter Blüten den Garten schmücken. Ich habe in meinem Garten vor allem die botanischen Krokusse angesiedelt. Teilweise sind dies bunte Mischungen (Abb. 1), die, im Herbst als Knöllchen gekauft, recht billig sind und trotzdem Frühlingsgefühle wecken, wenn sie im März in Flecken oder Streifen auf den Wiesen und in den Beeten blühen. Aber auch einfarbige Gruppen setzte ich in die Krokuswiese. Ein Lieblingskrokus von mir ist die weißblühende Sorte Crocus chrysanthus „Ard Schenk“ (Abb. 2): er blüht nicht bloß eine Woche, wie die meisten anderen Krokusse, sondern mindestens zwei Wochen lang; und er kommt sehr dankbar viele Jahre lang immer wieder mit vielen Blüten, wenn ihm ein Platz zusagt.

Eine sehr hübsche Sorte ist auch der dunkelviolette „Ruby Giant“ (Abb. 1, 3, 4), gar nicht gigantisch, sondern sehr lieblich. Er blüht eher spät, wenn die anderen Krokusse bereits im Verblühen sind, und verlängert damit die Blütezeit in der Krokuswiese (Abb. 4).


Angeblich, aber vielleicht auch nicht, ist Ruby Giant eine Zuchtsorte des Elfenkrokus (Crocus tommassinianus). Der Elfenkrokus ist auf jeden Fall noch zierlicher, hat deutlich weniger Laub während der Blüte und ist viel heller (Abbildung 5) als meine bisherigen Ruby Giants.

Eine auffällige Sorte ist Crocus sieberi ssp. sublimis „Tricolor“ (Abb. 7), dessen Blütenblätter oben violett sind, der aber im unteren Teil einen weißen Kreis und einen gelben Fleck besitzt.

Zuletzt möchte ich noch eine schöne zweifärbige Sorte vorstellen, Crocus chrysanthus „Prins Claus“, weiß mit violetter Außenseite (Abb. 8). Er blüht bei mir leider nur sehr kurz, aber er gehört sicher zu den schönsten kleinen Krokussen.

Was ich lange nicht wusste: dass die zwiebelähnlichen Knollen keine „Blumenzwiebeln“ sind und der Krokus zu den Schwertliliengewächsen gehört. Aus den alten Knollen wachsen neue Knollen, die dann in den nächsten Jahren die Blätter und Blüten treiben.
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