
Die Chinesische Goldrose (Rosa hugonis, Abbildung 1) ist ein Schatz, weil sie so früh blüht. Noch sind Ende April nicht alle Tulpen verblüht, beginnt sie ihre gelben Blüten zu öffnen. Sie steht bei mir oben am Hang in der Wiese. Sie muss dort mit wenig Pflege auskommen: Im Frühling eine Schaufel Kompost, im Herbst die Entfernung allzu wild hineinwachsender Goldruten. Wasser bekommt sie vom Himmel oder holt es sich aus tiefen Erdschichten. Sie steht dort seit etwa zehn Jahren und ist nun zu einem großen, ausladenden Strauch herangewachsen (Abbildung 2 und 3).


Elegant lässt sie ihre mit hunderten kleinen Blüten besetzten Zweige in Bögen nach unten hängen (Abbildung 4). Ihr sanftes Gelb schlägt sich nicht mit dem Tulpengelb oder dem Gelb des über ihr blühenden Goldregens. Sie blüht nicht lange. Aber wenn sie verblüht, dann beginnen die ersten der anderen Rosenbüsche mit dem Blühen, und so ist es verschmerzbar.

Sie duftet nur sehr leicht, aber angenehm, was ja von gelben Wildrosen nicht unbedingt zu erwarten ist. Insekten mögen ihre offenen Schalenblüten, vor allem die Rosenkäfer sind Anfang Mai sichtlich sehr zufrieden, dass sich endlich auch die ersten Rosenblüten öffnen (Abbildung 5 und 6). Im April haben sich die Rosenkäfer trotz ihres Namens mit dem Pollen von Birnenblüten und den Blüten einfacher Päonien zufrieden geben müssen.


Die feinen Fiederblättchen wirken selbst gegenüber den kleine Blüten noch sehr zierlich. Ich habe nicht gezählt, wie viele Fiederblättchen maximal so ein Blatt besitzt. Es sollen angeblich bis zu 13 sein, sieben bis neun sind es auf jeden Fall, sehr viele für eine Rose. Das Laub ist sehr gesund, es bedeckt den Strauch den ganzen Sommer lang. Im Herbst färbt es leicht rötlich, bevor es Ende Oktober abgeworfen wird (Abbildung 7).

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