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Rosen

Cornelia

Abbildung 1 Cornelia im Frühsommer

Die Moschata-Hybride Cornelia (Abbildung 1) ist wie Buff Beauty und Penelope eine ausgezeichnete Gartenrose. Sie bildet einen ausladenden, überhängenden Strauch. Dabei ist ihr ein halbschattiger Standort gerade recht, auch bezüglich des Bodens ist sie nicht heikel. Sie ist sehr gesund, trägt bis in den Herbst eine Fülle mittelgrünen Laubes und ist in meinem Garten gut winterhart. Zuerst hatte ich sie vor die alte Thujenhecke gesetzt (Abbildung 2). Selbst dort, im von den Thujen ausgezehrten Boden, wuchs sie mit eleganten Blütentrieben schon im zweiten Jahr zu einem hübschen kleinen Strauch.

Abbildung 2 Cornelia vor der Thujenhecke

Sie schien mir aber dann doch eher für einen Platz am naturbelassenen Hang geeignet, da die Blüten in Massen erscheinen, klein und halbgefüllt sind, und Bienen und Hummeln (und Rapskäfern) Nahrung bieten. Dort, so war der Plan, sollte sie einen zartrosafarbenen Gegenpart zur üppigen zartgelben Strauchrose Ghislaine de Feligonde bilden. Beide Rosen zeigen in ihren Blütenbüscheln ein Farbenspiel mit dunkleren Knospen und dann aufhellenden Blüten. Cornelia zeigt sich zuerst Rosafarben, oft mit einem Schuss Koralle, und verblasst an hellen Sonnentagen zu ganz hellem Porzellanrosa. Ghislaine beginnt mit gelb-orangen Knospen, verblasst über Hellgelb und Pfirsichfarben zu hellem Creme. Beide besitzen üppige gelbe Staubgefäße. Dass Ghislaine nicht als Strauchrose, sondern als üppiger Rambler anzusehen ist, wusste ich zu Beginn nicht so genau. Jetzt sind die beiden Rosen etwas ungleich in der Größe, aber das Bild ist durchaus ansprechend, wenn sie vor dem vielen Grün rechts und links von der Steinstiege im Juni um die Wette blühen (Abbildung 3).

Abbildung 3 Links Ghislaine de Feligonde, rechts Cornelia

Cornelia duftet hervorragend, deutlich stärker als Ghislaine de Feligonde. Ihr Duft ist rosig, doch mit würzigen Tönen und nicht zu süßlich. Ich gehe immer wieder zu ihr, um meine Nase in die Blütenbüschel zu tauchen und den Wohlgeruch zu genießen. Sie ist leider keine gute Schnittblume, die Blüten verwelken in der Vase rasch und erfreuen nur einen Tag.

Diese Rose blüht einmal in verschwenderischer Fülle, aber auch danach bildet sie immer wieder blütenbesetzte Triebe, bis in den November hinein, wenn der Nussbaum im Hintergrund bereits seine gelbe Herbstfärbung angenommen hat (Abbildung 4). In diesen weniger hellen Tagen sind ihre Blüten oft von deutlich kräftigerem Rosa.

Abbildung 4 Cornelia im späten Herbst

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