
Diese Rose sieht eher aus wie eine Hortensie als wie ein klassischer Rosenstrauch. Sie wird etwa einen Meter hoch und ist übersät mit einfachen Blüten, die von einem rosaroten Rand aus nach innen weiß verblassen und in der Mitte strahlend gelbe Staubgefäße präsentieren. Die Blüten sitzen so dicht am Strauch, dass er im Juni aus der Ferne gesehen einer rosa-weißen Wolke vor grünem Hintergrund ähnelt (Abbildung 1).
Begonnen hat dieser Rosenstock in meinem Garten im Jahr 2009 als Topfpflanze, weil ich nicht wusste, wo ich sie unterbringen könnte (Abbildung 2).

Sie hat sich im Topf ein Jahr sehr gut gehalten, aber im zweiten Jahr war sie dann etwas beleidigt, vor allem im heißen Sommer. Darauf hin habe ich sie auf den Hang an den Rand des Gartens gesetzt und dort blüht sie nun unbeirrt Jahr für Jahr in immer größerer Pracht (Abbildung 3). Sie ist eine eher spätblühende Rose und entfaltet ihre Schönheit, wenn viele andere Rosen ihren ersten Höhepunkt hinter sich haben.

Außer im Juni ist Ballerina auch noch ab Oktober ein Juwel im Garten, wenn sie ihre unzähligen kleinen roten Hagebutten zur Schau stellt (Abbildung 4).

Sie hat einen Fehler, den ich nicht verschweigen kann: Sie duftet (für meine Nase) nicht. Das ist auch deshalb auffällig, weil sie zu den Moschatahybriden gerechnet wird, und diese meist, wie bei Buff Beauty, Cornelia oder Penelope, sehr wohlriechende Blüten hervorbringen. Der fehlende Duft war auch der Grund, warum ich ihr nicht in der Nähe der Sitzplätze oder des Hauses einen Platz gegönnt habe.
Ein weiterer Nachteil ist ihre schwache Nachblüte. Nur in manchen Jahren hat sie bei mir im Garten die eine oder andere Blüte im Herbst gezeigt. Das ändert sich auch nicht, wenn ich ihr alle verblühten Triebe abschneide und auf die Hagebutten verzichte. Daher kürze ich im Sommer nur mehr die längsten Triebe und lasse ich sie die meisten ihrer Früchte stolz tragen, zu meiner Freude und zur Freude der Tierwelt im Garten.
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