
In meinem Garten wächst seit mehr als zehn Jahren die Rose Buff Beauty (Abbildung 1). Die Bezeichnung „Buff“ bezieht sich auf die Farbe der Blüte, es ist ein bräunliches Gelb damit gemeint, eine Farbe, wie manches Leder sie besitzt. Diese Rose zeigt ein sanftes, gedämpftes Gelb, nicht grell oder leuchtend. Das Gelb ist im Licht nicht beständig, es verblasst bei Sonneneinstrahlung in den geöffneten Blüten langsam zu Elfenbein. Buff Beauty blüht ein erstes Mal im Juni, mit einer Fülle von Blütenbüscheln in diesen sanften Farbübergängen (Abbildung 2).

Aber auch jetzt im Herbst schiebt sie immer wieder ein wunderschönes Büschel an Blüten aus dem noch immer gesund belaubten Rosenstrauch heraus. Dieses hängt dann vor den bereits rötlich werdenden Hagebutten der Rose Direktor Benschop im Hintergrund (Abbildung 3).

Buff Beauty wurde von einer Frau, Ann Bentall, in den Handel gebracht und wahrscheinlich auch gezüchtet und wird der Gruppe der Moschata-Hybriden zugeordnet. Sie hat den dieser Klasse entsprechenden würzigen Rosenduft. Ich bemerke eine starke rosige Herznote mit Gewürznelken und etwas Pfeffer in der Basis (es soll auch Moschus dabei sein, den kenne ich aber nicht im Original, das kann ich daher nicht beurteilen). Der Duft ist sehr intensiv und bei mir im Garten, wo sie halbschattig steht, auch noch am Nachmittag deutlich wahrnehmbar.
Sie ist etwas regenempfindlich, und sie behält relativ lange ihre Blütenblätter (Abbildung 4), daher gehe ich mit der Schere immer wieder einmal zu ihr und schneide die bereits struppigen, vergilbten Blüten aus. Das regt sie auch dazu an, wirklich alle der vielen Knospen zu öffnen und verlängert die Blütezeit.

Ich würde Rosen aus der Klasse der Moschushybriden für jeden Garten empfehlen, als wunderschöne, ausladende und duftende Sträucher. Als nicht geeignet haben sie sich bei mir als Schnittrosen erwiesen, der hängende Wuchs ist dafür nicht vorteilhaft und sie verblühen leider sehr rasch.
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